Datum: 18.05.2018
Division 2 geht in die Schweiz Schell und Pfeifer siegen beim Auftakt

Julien Schell siegt im ersten SCC Rennen

Der Schweizer Hotz siegt in der Division 2

Siegmar Pfeifer gewinnt zweites SCC Rennen

Mit Siegen für Julien Schell (Ligier LMP3) und Siegmar Pfeifer (Norma BMW) startete die Sports Car Challenge in die neue Saison. Während Schell das Rennen am Samstag auf dem Hockenheimring beherrschte, dominierte Pfeifer am Sonntag. Die Division 2 ging an Mike Fenzl (Ligier Honda) und Benjamin Hotz (Ligier Turbo).

Zu Beginn des ersten Rennens blieb Siegmar Pfeifer am Ligier von Schell dran. Der Polesitter musste schon ordentlich Gas geben, um vor Pfeifer zu bleiben. Doch in der achten Runde leistete sich Pfeifer einen Dreher ausgangs Sachskurve, womit das Rennen an der Spitze gelaufen war. Der Franzose vergrößerte seinen Vorsprung und siegte mit über 20 Sekunden Vorsprung. "Es war schön wieder einmal in Hockenheim mit der SCC zu fahren, da ich schon lange nicht mehr hier gefahren bin. So hat es wieder Spaß gemacht. Es war ohne Probleme für mich. Mal sehen, ob das zweite Rennen ähnlich gut wird", gab der Sieger zu Protokoll. "Ich konnte nur am Anfang an Schell dran bleiben, musste dann aber abreißen lassen. Auf Position zwei fuhr ich das Rennen ohne Probleme nach hinten nach Hause. Ausgangs Sachs hatte ich einen Dreher. Es war im Prinzip Unachtsamkeit, weil das Rennen zu dem Zeitpunkt bereits gelaufen war. Das alte Problem mit der Bremse war wieder aufgetreten und ich musste eher verhaltener fahren," so das Fazit des Zweitplatzierten Siggi Pfeifer.

Am Sonntag schnappte sich Pfeifer den Gesamtsieg, nachdem Schell zum zweiten Heat nicht mehr angetreten war. Der Vorjahresmeister hatte das Geschehen nun im Griff, wenn auch Benjamin Hotz gegen Ende wieder herankam. Am Vortag noch durch eine Kollision aus dem Rennen geworfen, machte der Eidgenosse im turbobefeuerten Division 2 Ligier richtig Dampf. Das brachte zumindest am Ende den souveränen Sieg in der Division 2 vor Mike Fenzl (Ligier Honda). "Gestern war leider nach einer Runde Schluss. Heute hingegen ging es sehr gut. Mit dem Division 1 Fahrzeug vorne konnte ich nicht mithalten oder überholen. Es war ein Spiel auf Zeit, mal ein bisschen näher an Pfeifer, dann wieder bisschen weg. Dann kamen die Überrundungen. Im Grunde habe ich das Rennen fast alleine nach Hause gefahren", so Benjamin Hotz.

Drittbester Prototyp wurde in beiden Rennen die beiden T2 Racing-Piloten Stephan Brintziger und Marc Weber im Radical SR8 EX. Während Brintziger am Vortag noch auf den fünften Gesamtrang gefahren war, belegte Weber den dritten Platz. Damit landete er zudem auf Position zwei der Division 1. "Es war schon ziemlich warm. Die Strecke war auf Grund des Regens in der Nacht und des Oldtimertrainings sehr schwierig. Wir waren eigentlich weit von unseren Rundenzeiten weg. Aber wir haben gekämpft und es hat am Ende für Gesamtplatz drei gereicht", freute sich Marc Weber über den Podestplatz. Mike Fenzl sicherte sich im zweiten Durchgang einen starken fünften Gesamtrang hinter dem Porsche 991 GT3 R von Stanislav Minsky. Am Samstag durfte der Schweizer noch den Pokal für den Sieg in der Division 2 entgegennehmen, nachdem Benjamin Hotz im Ligier mit Turbo-Triebwerk ausgefallen war. Davor hatte Hotz im Qualifying mit einer 1.39,066 aufhorchen lassen. Der Turbo-Motor scheint zumindest vom Speed her in der Division 2 top zu sein. Auch bei Jacques Breitenmoser lief es nicht rund. Der Eidgenosse absolvierte nur wenige Runden, nachdem sein Display streikte. "Ich konnte auf der Anzeige überhaupt nichts sehen. Das wäre ein völliger Blindflug geworden. Ohne Kontrolle wollte ich nichts riskieren und dadurch eventuell einen Schaden am Motor verursachen. Dann ging es wieder, konnte aber nicht durchfahren um wenigstens ein paar Punkte zu bekommen", erzählte Jacques Breitenmoser. Nicht besser lief es am Sonntag beim zweiten Rennen. Bereits nach der Einführungsrunde war für den Schweizer Schluss.

Vom 25.-26. Mai steht nun das Heimspiel für die Sports Car Challenge auf dem Red Bull Ring an. Dafür wird auch der eine oder andere Prototyp erwartet, der in Hockenheim noch nicht fahren konnte.


arpRedaktionsbüro Patrick Holzer

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