Datum: 24.05.2017
Starkes Comeback von Wolfgang Payr auf dem Red Bull Ring
Starkes Comeback von Wolfgang Payr 
Pfeifer und Stoller siegen auf dem Red Bull Ring

Nach drei Jahren gastierte die Sports Car Challenge wieder bei der Truck Race Trophy auf dem Red Bull Ring. Während Siegmar Pfeifer (Norma BMW) das erste Rennen für sich entschied, feierte Simon Stoller (PRC Turbo) im zweiten Heat seinen ersten Gesamtsieg. Da die beiden Rennen gemeinsam mit der P9 Challenge bestritten wurden, bot sich den Zuschauern ein tolles Feld.

Das erste Rennen war eine sichere Beute für Siegmar Pfeifer. Mit 9,4 Sekunden Vorsprung holte der Norma-Pilot den ersten Sieg des Jahres. Zwar blieb Simon Stoller bei seinem ersten Einsatz im Hoffmann-PRC Turbo zunächst an Pfeifer dran, verlor aber beim Überrunden etwas an Boden und musste sich am Ende mit Gesamtrang zwei zufriedengeben. „Als ich einen Porsche überrunden wollte, berührte dieser mich. Danach gab es noch die Safety-Car Phase, schließlich war der Rückstand zu groß“, so Stoller. Auf Rang drei feierte Wolfgang Payr in einem weiteren PRC Turbo ein sensationelles Comeback. Der mehrfache SCC-Meister fuhr so, als wäre er nie weg gewesen und schnappte sich ebenso souverän die dritte Gesamtposition. Und das ohne vorher überhaupt einmal im Auto gesessen zu haben.

Am Sonntag drehte Stoller den Spieß um. Fünf Runden wartete der junge Schweizer hinter Pfeifer ab, ehe er vorbeizog und Pfeifer mit über 21 Sekunden Abstand in die Schranken verweisen konnte. „Rennen zwei lief besser. Es war echt schönes Gefühl nach dem Quali auf Platz zwei ganz vorne zu stehen. Nach dem Start war ich wieder hinter Pfeifer, konnte ihn aber nach einigen Runden ausbremsen und davonziehen. Es war eine top Leistung vom Team und das Auto perfekt vorbereitet“, freute sich Stoller.Im Zeittraining hatte Pfeifer noch mit einer Top-1.25er Zeit souverän die Pole einfahren können, klagte aber im Rennen über Probleme mit dem Bremspedal. Erst später stellte sich heraus, dass hinten ein Luftschlauch abgegangen war. Dritter wurde wieder Wolfgang Payr, der gegen Ende der Veranstaltung nun auch die Rundenzeiten der ersten Zwei mitgehen konnte. Der Aufritt des Österreichers hat durchaus viel Lust auf mehr gemacht.

Auch auf den weiteren Plätzen wurde unter dem Bullen eng gekämpft. Alexander Frank belegte in seinem ersten Auftritt mit dem PRC BMW den vierten Platz vor Philipp Wilhelm im ex-Rüffer Norma Nissan und Roland Rupprechter (Norma Honda Komp.). Siebter wurde im ersten Durchgang Andreas Fiedler, der nach einem Turbolader-Schaden am Freitag in einem 2-Liter PRC Honda umgestiegen war. Pech hatte dagegen Turi Breitenmoser, der nach seiner starken Zeit auf Startplatz zwei gefahren war, allerdings einen Motorschaden hatte. Auch mit dem T-Car war ihm kein Glück beschert. Nachdem Norbert Groer (Ligier Honda) nach Problemen an der Hinterachse gleich zu Beginn des ersten Rennens ausgefallen war, fuhr der Österreicher als Gesamtvierter souverän zum Division 2 Sieg vor Andreas Hasler im Radical SR4. Hinter Groer platzierten sich noch Philipp Wilhelm und Andreas Fiedler, der mit dem 2-Liter CN in der großen Division antrat. „Wer weiß für was die Punkte am Saisonende noch gut sein können“, fand der letztjährige Division 1 Champion.

Das Wochenende wurde gemeinsam mit der P9 Challenge bestritten, so dass den vielen Zuschauern ein tolles Teilnehmerfeld mit einer bunten Mischung geboten werden konnte. Der nächste Auftritt findet erneut vor großem Publikum statt. Vom 9.-11. Juni gastiert man am Salzburgring im Rahmen der TCR International Series.


arp Redaktionsbüro Patrick Holzer
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