Datum: 13.06.2017
Sports Car Challenge beim TCR International Weekend auf dem Salzburgring zu Gast - Siggi Pfeifer und Turi Breitenmoser teilen sich die Gesamtsiege






Beim zweiten Meisterschaftslauf der Sports Car Challenge im Rahmen des TCR International Weekends auf dem Salzburgring gab es zwei Gesamtsieger. Im ersten Rennen schnappte sich Siggi Pfeifer (Norma BMW) den Sieg vor den Toren der Mozartstadt. Im zweiten Rennen fuhr der Schweizer Turi Breitenmoser (PRC Ford) zu seinem ersten Gesamtsieg in der noch jungen Saison.

Die offenen Sportprototypen gingen wieder gemeinsam mit der P9 Challenge an den Start. Somit wurde den Zuschauern wieder ein besonders attraktiver Mix aus Sportprototypen und GT-Fahrzeugen geboten, der an die legendären 24h von Le Mans erinnert. Das Favoritensterben der SCC setzte leider bereits  vor dem ersten offiziellen Qualifying ein. Andreas Fiedler mit absoluter Bestzeit im zweiten Freien Training konnte zum Quali erst gar nicht mehr antreten. Ein Reifenplatzer bei Vollgas in der Fahrerlager-Kurve setzte Fiedler außer Gefecht. Das Auto war so stark beschädigt, dass ein Start nicht mehr möglich war.

Das erste Quali entschied Titelverteidiger Simon Stoller (PRC-Audi Turbo) mit einer 1:17,070 für sich. Sieben Zehntel hinter dem Schweizer platzierte sich Siggi Pfeifer. Im zweiten Quali holte sich Pfeifer die begehrte Pole vor Turi Breitenmoser. Nach dem Start zum ersten Rennen konnte Simon Stoller zunächst seine Führungsposition behaupten. Hinter dem Schweizer machten Pfeifer, Breitenmoser und Kormann Jagd auf den Führenden. Kormann wurde jedoch immer langsamer und nach drei Runden war für den PRC-Audi Piloten bereits Schluss. Ein Getriebeschaden hatte für ein frühes Ende gesorgt. Die Führung für Stoller währte auch nur vier Runden lang. Bis dahin war der Schweizer sehr gut drauf und ließ nichts anbrennen. Dann sah Stoller die schwarz-orangene Flagge. Ein Verschlussteil am Heck war offen und musste in Ordnung gebracht werden. "Zunächst lief alles nach Plan und ich konnte einen kleinen Vorsprung auf Siggi Pfeifer herausfahren. Doch leider löste sich eine Klammer der Verschalung und ich musste an die Box das Problem zu beheben", so Simon Stoller. Die Zwangspause  nutzte Pfeifer aus und der Norma Pilot übernahm das Kommando und ging in Führung. Auch Breitenmoser konnte am Titelverteidiger vorbeiziehen. Stoller indes startete eine Aufholjagd und kassierte Breitenmoser wieder ein. An den Führenden kam er jedoch nicht mehr heran.  "Nach dem gezwungenen Boxenstopp konnte ich eine sehr hohe Pace fahren und holte sehr schnell auf Siggi auf. Am Ende waren es noch knapp vier Sekunden. Das war eine Topleistung vom Team, die mir ein so schnelles Auto hingestellt haben", gab der Schweizer zu Protokoll.  Am Ende sah Pfeifer mit 4,4 Sekunden Vorsprung die schwarz-weiß karierte Flagge. Breitenmoser wurde Dritter. Hinter dem Rickenbacher belegte Dr. Norbert Groer  (Ligier-Honda) Platz vier. Damit gewann der Österreicher die Wertung in der Division 2. Roland Rupprechter (Norma-Honda-Kompr.) landete dahinter auf Gesamtposition fünf. Hinter Rupprechter belegten die Division 2 Piloten Andreas Hasler(Radical SR4) und Jasmin Fiedler (PRC Honda) die weiteren Plätze. Für Marcel Acklin (PRC-BMW) war nach fünf Runden das Rennen zu Ende.

Das Favoritenstreben setzte sich vor dem zweiten Rennen fort. Titelverteidiger Simon Stoller fehlte beim Start. Motorprobleme machten einen Start unmöglich.Polesitter Siggi Pfeifer konnte seinen Startvorteil nicht nutzen und musste Turi Breitenmoser die Führung überlassen. Dieser konnte dem Druck Pfeifers bis zur fünften Runde standhalten. Dann der erneute Führungswechsel. Siggi Pfeifer ging am Schweizer vorbei und baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus. Breitenmoser positionierte sich auf Rang zwei vor Peter Kormann. Pfeifer schien seinem erneuten Gesamtsieg entgegen zu fahren. Vier Runden vor Schluss machte ein defekter Unterboden Pfeifer einen Strich durch die Rechnung. Die Rennleitung sah den Schaden als zu gefährlich an und holte den Norma Piloten aus dem Rennen.  Turi Breitenmoser profitierte von dem Missgeschick, übernahm die Führung und holte sich seinen ersten Gesamtsieg in der Saison 2017. "Nachdem ich im Quali mit einem Crash in der vierten Runde die Front komplett verloren hatte, bin ich mit dem was ich erreicht habe sehr zufrieden. Bei den wenigen Runden konnte ich meine persönlichen Rundenzeiten stets verbessern. Im ersten Rennen von drei gestartet und Platz drei erreicht. Ich wusste aber, dass ich schneller kann. Im zweiten Rennen ging ich von Startplatz zwei sofort in Führung. Das Rennen habe ich mit meiner gebrochenen Hand gewonnen", erzählte der Eidgenosse. Durch den Zwangsstopp war  Pfeifer  noch hinter Peter Kormann auf den dritten Platz zurückgefallen, rettete den Podestplatz mit defektem Unterboden aber noch ins Ziel. Gesamtvierter wurde wie schon im ersten Rennen Dr. Norbert Groer und damit souveräner Sieger der Division 2. Norma-Honda Pilot Rupprechter wurde erneut Gesamtfünfter vor Division 2 Pilotin Jasmin Fiedler. Andreas Hasler hatte Pech und musste bereits nach einer Runde seinen Radical SR4 abstellen.

Serienchef Walter Pedrazza war von der Veranstaltung sehr angetan und zog ein überaus positives Fazit. "Es war eine super Veranstaltung mit viel Fahrzeit, die uns nach den Unfällen verlängert wurde.  Alex Rainer vom MSG-Salzburgring kam uns entgegen, wo immer auch ein Problem war. Das  würde ich sofort wieder machen, Danke Alex."
Der nächste Auftritt der Sports Car Challenge findet in Deutschland statt. Vom 14.-15. Juli ist die Sportwagenserie zu Gast beim P9 Weekend am Lausitzring vor den Toren Berlins.

arpRedaktionsbüro 
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