Datum: 20.08.2014
Vorschau AvD race weekend Dijon

Traditionell steigt das AvD race weekend in Dijon

In der DMV TCC treten bärenstarke GT-Boliden an

Die AvD SCC gehört zu den schnellsten Rennserien in Mitteleuropa

Bei der PCHC kommen Porsche-Freunde auf ihre Kosten

Der AvD Historic Cup zeigt die ganze Palette historischer Formel-Wagen
Traditionell am ersten Septemberwochenende findet in Dijon-Prenois das AvD race weekend statt. Auch in diesem Jahr bietet die Veranstaltung auf der 3,8 km langen Rennstrecke ein buntes Programm, wobei es für viele der beteiligten Serien in die heiße Phase der Saison geht. Neben der DMV TCC und den Sportwagen der AvD SCC sind mit den Superkarts, der PCHC und des AvD Historic Cups weitere interessante Serien am Start.
 
Eine interessante Mischung aus Tourenwagen und GT-Fahrzeugen bietet die DMV Touring Car Challenge. In mehreren Klassen treten bis zu 40 Rennfahrzeuge an. Dabei ist die Fahrzeugvielfalt ein ganz besonderer Trumpf der Serie. So treffen seltene Exoten wie der Pagani Zonda von Antonin Herbeck oder der bärenstarke Porsche 997 GT2 von „Fritz K.“ auf ein ganzes Rudel von GT3- und Porsche-Cup Fahrzeugen. An der Tabellenspitze liegt nach wie vor Jürgen Bender (Corvette GT3), der sich vor zwei Jahren den Meistertitel geholt hatte. Doch die Eidgenossen Edwin Stucky und Frederic Yerly (Mercedes SLS AMG GT3) sind dem Corvette-Piloten ganz dicht auf den Fersen. Drei Rennen vor Schluss beträgt der Abstand zwischen Platz ein und zwei gerade einmal 0,1 Pünktchen. Dritter im Bunde ist der BMW Alpina B6 GT3 von Hermann Wager, der in dieser Saison von Youngster Yannik Trautwein unterstützt wird. In Hockenheim hatte der 21jährige im Juni den ersten Gesamtsieg für die Alpina-Truppe geholt.
 
Die eindeutig schnellsten Fahrzeuge des Wochenendes gehen in der AvD Sports Car Challenge an den Start. In den rund 500 PS starken Sportprototypen lassen sich Rundenzeiten realisieren, wie sie sonst nur die Profis aus der DTM schaffen. In der letzten Saison holte sich noch Fabian Plentz einen überlegenen Doppelsieg in Dijon. Doch die Karten wurden neu gemischt und mit Andreas Fiedler (PRC WPR60 Turbo) und Siegmar Pfeifer (Norma M20FC BMW) sind zwei pfeilschnelle Piloten mit dabei. In Sachen Meisterschaft könnte auf der ehemaligen Formel 1 Rennstrecke sogar schon eine erste Entscheidung fallen. Andreas Fiedler hat sich vier Rennen vor Schluss einen stolzen Vorsprung von 65 Punkten erarbeitet. Läuft alles nach Plan, wäre der Tabellenführer vor dem letzten Lauf in Hockenheim nicht mehr einzuholen. Auch in der Division 2 für die Sportprototypen bis 2 Liter Hubraum könnte schon die Vorentscheidung fallen. Hier liegt der junge Eidgenosse Flavio Mathys (Wolf GB08 Honda) klar in Front. Mit 47 Punkten Rückstand folgt Anja Jouhsen (Tatuus PY012 Honda) auf dem zweiten Rang.
 
Ein starkes Teilnehmerfeld wird auch in der Porsche Club Historic Challenge erwartet. Seit diesem Jahr dürfen in der vom Porsche Club Deutschland ausgerichteten Serie auch Porsche 997 GT3 Cup bis Baujahr 2008 antreten. Das sorgte für zusätzliche Spannung und enge Rennen an der Spitze. In der Meisterschaft liegen allerdings die älteren Porsche-Modelle ganz vorne. Vier Rennen vor Schluss hat sich Alexandra Irmgartz mit ihrem Porsche 964 RS an der Tabellenspitze festgesetzt. Die junge Porsche-Pilotin überzeugte mit insgesamt zehn Klassensiegen in elf Rennen. Marc Hönsch (Porsche 968 CS) ist ihr dabei dicht auf den Fersen. Beim letzten Lauf in Zandvoort konnte der Transaxle-Pilot sogar etwas Boden gut machen. Dritter ist derzeit Haci Köysüren (Porsche 997 GT3 Cup), der damit auch schnellster Pilot der 997er Fraktion ist.
 
Freunde der älteren Formel-Wagen und Sports 2000 kommen beim AvD Historic Race Cup voll auf ihre Kosten. Die Nachwuchsboliden von einst sorgen immer für volle Starterfelder und enge Rennen. Dabei geht es an der Tabellenspitze heiß her. Günter Becker liegt mit seinem Reynard SF87 derzeit auf dem ersten Platz. Doch die Verfolger um Harald Schmeyer, Bernd Suckow und Peter Schmitz lassen nicht locker. Richtig schnell wird es auch in der European Superkarts Series. Bis zu 280 km/h sind die kleinen Flitzer schnell. In Dijon gehören die Superkarts zum festen Programm.
 
Weitere Programmpunkte des Porsche Club Deutschland und der Seven Mania IG runden das Programm auf dem anspruchsvollen Kurs ab. Somit ist für Motorsportfreunde vom 5.-7. September reichlich Action und Unterhalten geboten.
 
arpRedaktionsbüro Patrick Holzer
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