Datum: 07.09.2014
Gelungenes AvD race weekend in Dijon

Dijon war wieder einmal eine Reise wert (Foto: auto-rennsport.de)

Thorsten Rüffer jubelte über zwei Gesamtsiege (Foto: auto-rennsport.de)

Das Comeback von Roman Hoffmann glückte (Foto: auto-rennsport.de)

Sebastian Glaser gewann einmal die PCHC (Foto: auto-rennsport.de)

Alpina dominierte in der DMV TCC (Foto: auto-rennsport.de)

Werner Frenz siegte in der HRA (Foto: auto-rennsport.de)

In der Formel Ford war Jo Zosso zweimal siegreich (Foto: auto-rennsport.de)

Bei den Eurpean Superkarts war Andreas Jost nicht zu schlagen (Foto: auto-rennsport.de)
Wie immer gab es beim AvD race weekend in Dijon-Prenois wieder Motorsport von seiner besten Sorte. Von den pfeilschnellen Sportprototypen der AvD Sports Car Challenge über die historischen Formelfahrzeuge des AvD Historic Cups bis hin zu den GT‘s der Porsche Club Historic Challenge war ein bunter Serienmix in Frankreich am Start. Damit hatte Rudi Philipp wieder ein packendes Rennprogramm auf die Beine gestellt.
 
In der AvD Sports Car Challenge war Thorsten Rüffer mit seinem Norma Nissan nicht zu schlagen. In beiden Rennen hatte der Norma-Pilot am Ende die Nase vorne. Doch Siegmar Pfeifer (Norma BMW) machte es dem Doppelsieger nicht leicht. Vor allem im zweiten Heat war Pfeifer eine schwer zu knackende Nuss. Erst in der achten Runde konnte Rüffer den Norma BMW von der Spitze verdrängen. Zunächst blieb Pfeifer dran, musste dann aber doch abreisen lassen. „Es waren zwei verschiedene Rennen. Einmal war ich Gejagter und einmal Jäger“, so der Doppelsieger Rüffer. Dritter wurde in beiden Rennen Andreas Fiedler (PRC Turbo), der damit weiterhin an der Tabellenspitze der Division 1 liegt. In der Division 2 gingen die Siege an Roman Hoffmann (Ligier Honda) und Jannik Mettler (Wolf Honda). Dabei sah Hoffmann im zweiten Durchgang schon wie der sichere Sieger aus, als kurz vor Schluss ein Radbolzen brach und der Sieg somit an Mettler ging.
 
In der Porsche Club Historic Challenge setzte sich im ersten Rennen das Team Berwanger/Berwanger (Porsche 997 GT3 Cup) durch. Hinter den Siegern gab es einen heißen Fight zwischen Sebastian Glaser (Porsche 996 GT3 RS) und Silvio Schindler (Porsche 997 GT2) um die zweite Gesamtposition. Immer wieder wechselten die Positionen hin und her, wobei Schindler eigentlich auf Rang drei das schwarz-weiß karierte Tuch gesehen hatte. Doch nachträglich bekam der GT2-Pilot eine 20sekündige Zeitstrafe aufgebrummt, so dass Jack Crow (Porsche 996 GT3 Cup) aufs Treppchen klettern durfte. Auch der zweite Heat hatte es richtig in sich. Diesmal setzte sich Sebastian Glaser nach einem engen Duell gegen Jack Crow durch. Erst im dichten Überrundungsverkehr verlor Crow den Anschluss, so dass Glaser am Ende mit 1,336 Sekunden Abstand siegte. „Es war ein tolles Rennen mit vielen Überholmanövern und hat sehr viel Spaß gemacht“, erzählte der Sieger des zweiten Rennens. Dritter wurde Haci Köysüren, der damit die Oberhand gegenüber Joachim Bleyer (beide Porsche 997 GT3 Cup) behielt.
 
Andreas Bovensiepen (BMW Alpina B6 GT3) holte sich in der DMV TCC gleich zwei Gesamtsiege. Der Alpina-Chef feierte somit ein starkes Comeback im Renncockpit. Im ersten Rennen machte es Jürgen Bender (Corvette GT3) zum Schluss allerdings noch einmal spannend. Immer näher kam die graue Corvette an den Führenden heran, der sich mit 1,3 Sekunden Vorsprung über den Zielstrich rettete. Dritter wurde Frederic Yerly im Mercedes SLS AMG GT3, der sich zu Rennbeginn mit Bender noch um die zweite Position gestritten hatte. Das zweite Rennen sah zunächst gleich zwei Alpina an der Spitze des Feldes. Florian Spengler, der das Volant von Hermann Wager übernommen hatte, lag bis fünf Runden vor Ende klar an der Spitze des Feldes. Doch dann wurde der Kurs von Dijon seinem Ruf als Reifenkiller gerecht und der Führende musste mit einem Reifenschaden die Box ansteuern. Somit war es erneut Bovensiepen, der den Sieg vor Bender nach Hause brachte. Dritter wurde Albert Kierdorf (Porsche 997 GT2), der sich mit gerade einmal 0,043 Sekunde gegenüber Yerly durchsetzte.
 
Ein starkes Teilnehmerfeld bot der AvD Historic Cup, der nach einem gemeinsamen Qualifying in die Felder Formel Ford Racing und HRA aufgeteilt wurde. In der HRA dominierte Werner Frenz mit seinem schönen Osella PA5 das Geschehen. Zwei klare Start- und Zielsiege waren die Ausbeute des Rennwochenendes in Dijon. Dahinter kraxelte Michel Arbeit (Ralt RT3/84 VW) zweimal als Gesamtzweiter aufs Treppchen. Bei den Formel Ford Fahrzeugen teilten sich Jo Zosso (Griffon) und Frank Wolber (Reynard SF84) die Siege. Nach dem frühen Ausfall im ersten Rennen verwies Wolber Zosso am Samstag auf den zweiten Gesamtrang.
 
Für viel Action auf der Piste sorgten wieder einmal die European Superkarts, wobei Andreas Jost (Anderson/VM) nicht zu bezwingen war. Jost verwies dabei Peter Elkmann (MSKart/VM) bzw. Daniel Hentschzel (Anderson/DEA) auf den zweiten Platz. Abgerundet wurde das interessante Programm durch die Gleichmäßigkeit der PCS Challenge sowie dem Auftritt des Seven Mania Clubs.

arpRedaktionsbüro Patrick Holzer
www.auto-rennsport.de
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