Datum: 13.09.2011
Regen kann Barth/Tulpe nicht stoppen

Sven Barth und Tommy Tulpe

Martin Dechent und Jürgen Bender
Beim fünften Lauf der AvD 100 Meilen landeten Sven Barth und Tommy Tulpe (PRC Turbo) ihren vierten Saisonerfolg. Nicht einmal der einsetzende Regen konnte die Leader der Sportwagenwertung in Dijon stoppen. Dahinter lief Gerd Beisel im Norma Nissan mit einer Runde Rückstand als Zweiter im Ziel ein. Den dritten Podestplatz ergatterte sich Juerg Aeberhard (Porsche 993 GT2) bei seinem ersten AVD 100 Meilen Einsatz. In Runde 41 hatte der Schweizer Mauro Barisone (Porsche 993 GT2) abfangen können.

Mit einer Polezeit von 1.13,871 legte Barth gleich richtig vor. Gerd Beisel bekam als Zweiter 2,462 Sekunden eingeschenkt. Bereits nach wenigen Runden hatte der Polesitter einen komfortablen Vorsprung herausgefahren. Beisel stoppt eher, so dass der PRC Turbo nach dem eigenen Stopp weiterhin in Führung blieb. Als der Regen kurz nach dem Stopp einsetzte, entschied das Team auf einen Reifenwechsel zu verzichten. Tommy Tulpe manövrierte in der verbleibenden Zeit den PRC zum Sieg. Startfahrer Sven Barth attestierte seinem Teamkollegen eine starke Leistung. „Gleich in der ersten Runde nach unserem Pflichtboxenstopp fing es an zu regnen. Fast das ganze Feld hat auf Regenreifen gewechselt, so auch Gerd Beisel. Tommy Tulpe fuhr ein brillantes Rennen und blieb mit den Slicks draußen - ein sehr starkes Rennen von ihm“, so Sven Barth. Gerd Beisel, der bei einem zusätzlichen Stopp die Reifen gewechselt hatte, kam zwar dadurch noch einmal näher heran. „Zum Schluss hatten wir dann noch eine Runde Vorsprung auf Gerd Beisel, der dann aber in der Zwischenzeit mit starken Rundenzeiten im Regen auftrumpft“ fand Sven Barth anerkennende Worte für den Zweitplatzierten.

Juerg Aeberhard gab einen Einstand nach Maß. Neben dem Sieg bei den GT-Fahrzeugen holte sich Aeberhard Gesamtrang drei vor Mauro Barisone. Zwar lag Barisone lange an dritter Stelle, doch der einsetzende Regen machte einen Strich durch die Rechnung. Der Porsche-Pilot profitierte dabei von einer deutlich kürzeren Standzeit beim zweiten Stopp. Doch auch im Regen erwies sich der junge Schweizer als der schnellere Pilot. Hinter Barisone lief das Duo Dechent/Bender ins Ziel ein, wobei die Vorjahresmeister gleich auf zwei Fahrzeugen angetreten waren. Eine kluge Maßnahme wie sich zeigen sollte. Der Porsche mit der Nummer eins strandete in Runde 27, so dass diesmal das zweite Auto der erfahrenen Porschemannschaft den Sieg in der Division 3.8 davontrug. Dritter in der GT-Wertung wurde Jürgen Schlager im Porsche 993 GT2 auf Gesamtrang sechs. Die Division Evonik GT4 ging an Martin Roos im Lotus Exige.

Wichtige Punkte sammelte das Duo Behler/Dr.Schönau mit dem Sieg in der Division 2. Die beiden Radical-Piloten siegten deutlich vor Henry Uhlig im Norma Honda. Damit ist klar, dass vor dem Saisonfinale in Monza mindestens der Vizetitel in der Sportwagen-Wertung herausspringen wird. Doch auch Sven Barth liegt noch in Reichweite. Erstmals bei den AvD 100 Meilen waren die Piloten der Aston Martin GT4 Challenge dabei. Karsten Le Blanc siegte hier mit einer Runde Vorsprung vor dem Duo Black/Bonner. Die Wertung der Sports 2000 Fahrzeuge ging an Daniel Hornung, der mit seinem Tiga SC 80 den beiden Klassenkonkurrenten Claus Stockburger (Lola) und Michael Ringström (Swift) gleich zwei Runden aufs Auge drücken konnte.

Patrick Holzer

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