Datum: 27.03.2010
Ziel Nr.1 ist die Titelverteidigung
Jürgen Bender aus Neckarsulm zählt zu den Deutschen GT- Könnern. „Titelverteidigung“ ist in der die Saison 2010 das Ziel des Porsche-GT3-Piloten. „Alle anderen Aktivitäten müssen sich diesem Ziel 2010 unterordnen“, so der Recycling-Unternehmer aus dem Raum Heilbronn klar und   unmissverständlich. In der Vergangenheit konnte Jürgen Bender ein Dutzend Meister- titel im Bereich des GT-Sports gewinnen. Gesiegt wurde auf Porschemodellen, zuletzt auf einem 997-GT3 Modell.

Die Titel wurden sowohl bei Sprintrennen als auch auf der Langstrecke errungen. „Es ist faszinierend beide Disziplinen in einer Saison zu bestreiten“, so Bender bei einer Bilanz der sportlichen Aktivitäten seiner vergangenen 10 Jahre im Automobilsport. Die GT-Division der int. SCC-Serie für Rennsportwagen und GT-Fahrzeuge konnte der Diplomingenieur und Reifenexperte in den Jahren 08 und 09 zwei Mal gewinnen. „Zwei Titelerfolge, die im Feld der schnellen, ultraflachen Rennsportwagen eine echte Herausforderung für mich darstellten“, so Bender.

In der SCC-Serie machte sich der Neckarsulmer, der auf einem NSU TTS begann Rennen zu fahren, unter den internationalen Fahrerkollegen einen besonders guten Namen. 2010 will Jürgen Bender diesen SCC-Titel erneut in Visier nehmen. Dazu ist geplant den Titel in
der „AvD 100 Meilen-Langstreckenserie“ für GT-Fahrzeuge zurück zu erobern. „Der Jürgen und sein Tuner, die Sportwagenschmiede aus Erlenbach, gehören zu den technisch steht‘s sehr gut vorbereiteten Teams auf der Langstrecke“, so der technische Kommissar der Serie, Harald Michel. Im Rahmen des Saisonfinales 2009 ging dieser Titel bei anbrechender Dunkelheit im Motodrom von Hockenheim 20 Minuten vor Rennende hauchdünn durch die „berühmten“ Lappen. Nach zwei Titelgewinnen in den Jahren 07 und 08 spielte beim letzten Räder- und Fahrerwechsel in Hockenheim die Räderwahl die entscheidende Rolle für die Mannschaft Bender/Dechent. Drohend aufziehende Wolken, die über die Haupttribüne in Richtung Motodrom zogen, signalisierten Regen.

Aber der Regen fiel dann doch nicht gleich. Jedenfalls nicht rechtzeitig genug für Martin Dechent, der zu diesem Zeitpunkt mit frisch aufgezogenem Wunschgummi am Steuer saß. Die Regenpneus nutzten sich auf relativ trockener Fahrbahn zu schnell ab und die Rundenzeiten gingen in den Keller. „2010 werden Martin und ich erneut als Mannschaft um diesen AvD 100 Meilen-Titel fighten. Der Titelgewinn ist zu packen“, so Bender durchaus optimistisch. Aber der Unterländer weiß auch wie viel Energie das für beide Piloten und den beteiligten Tuner kosten wird.

Neben den „AvD 100 Meilen“ und der SCC wird das Team Bender/Dechent 2010 mit zwei Porsche-GT3 auch wieder bei einigen Rennen der von UHSport veranstalteten DMV- Touring-Car-Championship antreten. 2009 fuhr man dort vier Mal auf das Gesamtsieger- treppchen. Und das mitten zwischen die Fahrzeuge der großen Hubraumklassen. Auch die beste Gastfahrerplatzierung unter knapp 100 Fahrern der DMV-Serie wurde kassiert. Die Unterländer Crew hat klare Ziele für 2010. Dabei wird der heimische Tuner, die Sport- wagenschmiede, Bender/Dechent im Kampf um die „100-Meilen“ und den „SCC-GT-Pokal“ betreuen und nach Kräften unterstützen. Der 3. Mann im Team ist Theo Herlitschka. Der war 2009 Gesamtdritter und bester Porschefahrer in der DMV-Serie. „Mit Theo im Team sind wir im Langstreckensport jederzeit abgesichert auch bei Ausfall eines Stammfahrers noch antreten zu können“, so Bender. Man verfolgt 2010 Ziele im Team, die durchaus zu erreichen sind, für den Titeljäger und seine Teampartner.

In der DMV-Touring-Car–Championship wird Jürgen Bender aus Sicht von Serienpromoter Gerd Hoffmann bei einigen Rennen dazu als Gaststarter erwartet. Das gilt auch für Rainer Noller. In der Serie eingeschrieben haben sich die Unterländer Brüder Thomas Langer (Porsche GT3), Christof Langer (BMW M3) und der Software-Fachmann Chris Vogler. Der auf einem nagel-neuen Melkus GT Renner. Der nach Jahren wieder in den Motorsport zurück gekehrte Fahrer Vogler teilt sich den GT-Wagen bei den Einsätzen mit dem Fahrzeugkonstrukteur und Fahrer Sepp Melkus aus Dresden. Insgesamt auch dieses Programm eine aus Sicht der Region Heilbronn sehr spannende Geschichte. Kann doch die Frage geklärt werden, wer denn der erfolgreichste Fahrer einer Region in der Klasse bzw. im Gesamtergebnis nach Punkten oder eben auch als Gaststarter sein wird. 
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